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Der belgische Vorsitz im Rat für Wettbewerbsfähigkeit

Anlässlich des belgischen Vorsitzes der Europäischen Union wird der wallonische Minister Jean-Claude Marcourt den Vorsitz des Bereichs „Industrie“ im Rat für Wettbewerbsfähigkeit übernehmen.

Der Rat für Wettbewerbsfähigkeit möchte einen integrierten Ansatz der Wettbewerbsfähigkeit und des Wirtschaftswachstums in den 27 europäischen Mitgliedstaaten fördern.

Er ist für die folgenden drei Bereiche zuständig:

  1. Binnenmarkt,
  2. Industrie,
  3. Forschung.

Gemäß dem Abkommen zwischen dem Föderalstaat, den Regionen und den Gemeinschaften  wird der wallonische Minister für Wirtschaft den Vorsitz des Bereichs „Industrie“ im Rat für Wettbewerbsfähigkeit übernehmen.

Welche Industriepolitik benötigt Europa?

Der wallonische Vorsitz des Bereichs „Industrie“ im Rat für Wettbewerbsfähigkeit fügt sich in die Strategie Europa 2020 der Europäischen Kommission ein.   Diese Strategie wird die zwischen 2000 und 2010 eingeleitete Lissabon-Strategie ablösen.

Strategie Europa 2020: Eine Strategie für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum

Die Strategie Europa 2020 stellt die Innovation und das umweltgerechte Wachstum in den Mittelpunkt ihres Wettbewerbsmodells.  
Heute stehen die Unternehmen vor einer doppelten Herausforderung:

  1. innovativer und wettbewerbsfähiger zu werden, um die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu bewältigen,
  2. den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels sowie der Energie- und Umweltpolitik durch ein Modell der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung zu begegnen.


Die Strategie Europa 2020 legt die wichtigsten Ziele fest, die erreicht werden sollen, um die Krise zu überwinden und die europäische Industrie in eine intelligente und nachhaltige Wirtschaft umzuwandeln, die durch ein hohes Beschäftigungsniveau und einen ausgeprägten sozialen Zusammenhalt gekennzeichnet ist.

Vier strategische Herausforderungen einer europäischen Industriepolitik

Wie im Vertrag von Lissabon gefordert wird, wurden die Prioritäten des belgischen Vorsitzes in Zusammenarbeit mit Spanien, das den EU-Vorsitz unmittelbar vor Belgien innehatte, und mit Ungarn, das den Vorsitz nach Belgien in Januar 2011 übernehmen wird, festgelegt.

Minister Jean-Claude Marcourt wird sich während seines Vorsitzes der europäischen Industriepolitik auf vier strategische Herausforderungen konzentrieren:

1. Die nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft der europäischen Unternehmen

Dies wird als « Externe Dimension der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen » bezeichnet.   Aufgrund der internationalen Verpflichtungen der Europäischen Union zur Bekämpfung der globalen Erwärmung sind die Unternehmen einem immer stärkeren Wettbewerb auf den internationalen Märkten ausgesetzt. Wie lassen sich diese Herausforderungen in Chancen verwandeln und wie kann die europäische Wirtschaft in eine ökologisch leistungsfähige Wirtschaft umgewandelt werden?

2. Die Innovation

Die Europäische Kommission wird unter dem belgischen Vorsitz einen europäischen Plan für Forschung und Entwicklung vorstellen. Wie können Innovation und Forschung der Motor der europäischen Wirtschaft von morgen sein?

3. Die KMU

Minister Jean-Claude Marcourt wird den KMU besondere Aufmerksamkeit schenken.   Sie stellen nämlich die Mehrheit der Produktionseinheiten in Europa dar.  
Wie können die KMU auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähig gemacht werden und wie kann ihre Innovationsfähigkeit gefördert werden?

4. Die europäische Clusteringstrategie

Wie lässt sich die Clusteringstrategie verbessern, um die europäischen Unternehmen auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähiger zu machen?   Welches Clustermodell soll zur Grundlage gemacht werden?

Information in english on this website http://economie.wallonie.be/Competitiveness/

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